Eigentlich sind Babyfone dazu da, die Kleinsten zu schützen. Leider produzieren die meisten Geräte im Test aber so viel Elektrosmog, dass sie sogar schaden könnten. Zum Glück gibt es auch einige "sehr gute" Modelle, informiert Öko-Test im Jahrbuch Kleinkinder für 2010.
Jedes zweite Babyfon ist in einer Untersuchung des Magazins Öko-Test durchgefallen. Der Hauptgrund: die Strahlung. Andererseits sind vier der 19 untersuchten Babyfone mit "sehr gut" bewertet worden, berichtete die Bönnigheimer Zeitung online im November.
Für junge Eltern ist das Babyfon ein unschätzbarer Helfer. Es besteht aus einem Sender mit Mikrofon und überträgt über Funk jeden Laut des Säuglings an ein Empfangsgerät, das zum Beispiel im Wohnzimmer, in der Küche oder in einem anderen Zimmer steht. Weint das Kind, können Vater und Mutter es schnell wieder trösten.
Doch solche Geräte produzieren mitunter auch viel Elektrosmog und schaden so der Gesundheit des Kindes. Das Magazin Öko-Test hat deswegen 19 Babyfone genauer untersucht.
Sowohl Geräte mit analoger als auch Geräte mit der aus Telefonen bekannten DECT-Technik sind untersucht worden. Knapp die Hälfte der Babyfone ist mit der Note "mangelhaft" oder "ungenügend" durchgefallen - meist wegen der erhöhten Strahlung aufgrund der DECT-Technik.
Die meisten analoge Babyfone haben deutlich besser abgeschnitten. Sie sind zwar im Gegensatz zu den modernen störungsempfindlicher, allerdings produzieren sie wesentlich weniger Strahlung. Wenn ihr Empfang gestört wird, zum Beispiel von Radios oder anderen Funkverbindungen, lässt sich gewöhnlich der Kanal wechseln. Der Empfang ist dann wieder einwandfrei.
Die Tester empfehlen den Eltern, auf Babyfone mit DECT-Technik zu verzichten. Sie sind meist mit einer erhöhten Strahlung verbunden.
Herstellerkennzeichnungen wie "Eco-Mode" oder "strahlungsarm" sollten hinterfragt werden, rät Öko-Test. Wer sich für ein Gerät mit Reichweitenkontrolle entscheidet, muss darauf achten, dass sie sich abschalten lässt. Zudem ist das Strahlungsrisiko eines jeden Geräts deutlich niedriger, wenn der Abstand vom Sender zum Baby vergrößert wird - mindestens ein Meter Distanz ist Pflicht.
Mit dem Gesamturteil "sehr gut" schneiden vier Geräte ab. Der "Angelcare AC401 Geräusch- & und Bewegungsmelder" und das "Angelcare Babyphon AC420D" des Anbieters Funny Handel, die "Babyüberwachungsanlage MBF 3333" von Hartig + Helling und das "Babyfon BM 440 Eco Plus" von Vivanco überzeugten die Tester mit ordentlicher Ausstattung und einfacher Handhabung. Ihre Strahlung ist geringer und wird von den Testern ebenfalls mit "sehr gut" bewertet.