
Heute werden alle Telefone mit dynamischen Hörkapseln ausgestattet. Diese werden durch sehr gute akustische Eigenschaften charakterisiert. Physikalisch bedingt, erzeugen die Wandler starke elektromagnetische Felder (). Das LiteFon von Reiner bilden hier jedoch eine Ausnahme.
Ein Ton wird durch die Wechselwirkung magnetischer und elektromagnetischer Felder erzeugt. Im Ruhezustand taucht eine stromfreie Spule in ein vom Permanentmagnet erzeugtes Magnetfeld ein. Fließt durch die Spule Strom, entsteht ein elektromagnetisches Feld, das vom Permanentmagnetfeld abgestoßen wird - es entsteht Bewegung. Befestigt man die Spule an einer Membran, kann die von der Spule erzeugte kinetische Energie in einen hörbaren Ton umgesetzt werden.
Das Vorhandensein von Magnetfeldern, also , ist unabdingbar, weil diese die Grundvoraussetzung für die physikalische Wirkungsweise ist. Dieser niederfrequente ist jedoch gefährlich, weil er direkt am Kopf entsteht. Kein technisches Gerät wird so nah am Kopf betrieben wie das Telefon. Telefonhörkapseln nach dem Piezo-Prinzip erzeugen hingegen keinen .
Ein keramisches Material bestimmter Zusammensetzung wird in 0,1 mm dicke Folien gegossen. Wie aus einem "Plätzchenteig" werden Scheiben gestanzt und gebrannt. Beide Oberflächen der Scheiben werden metallisiert, anschließend polarisiert, kontaktiert und auf eine Membrane geklebt.
Piezokristalle haben die Eigenschaft, beim Zusammendrücken Strom freizusetzen, z.B. Piezo-Feuerzeug. Werden die metallisierten Flächen mit Strom beschickt, ziehen sich die Kristalle zusammen.
Die auf die Membrane geklebten Piezokristalle haben eine Eigenresonanz. Wenn sie mit einer von der Geometrie der Scheiben und Membranen bestimmten generiert wird, ist ein lauter Ton zu hören z.B. Klingeln. Durch akustische Elemente, Resonatoren, Rückraumvolumen etc. lässt sich die Eigen der Membran dämpfen und die übrigen Frequenzen verstärken. Die für den Einsatz in Telefonen geforderten Kennlinien werden durch Gestaltung des Gehäuses erreicht. Die Piezo-Technologie erfordert erheblich höhere Fertigungsgenauigkeiten als die Herstellung einer dynamischen Kapsel.
In der Anlage befinden sich Messprotokolle der Fa. MIKES Produktservice GmbH und die grafische Darstellung der Messergebnisse. Diese beweisen, dass nahezu "elektrosmogfreie" Telefone hergestellt werden können.
Die magnetische Belastung der Telefone ist NULL. Auch gegenüber den teureren dynamischen Kapseln der Fa. AKG kann die elektromagnetische Feldstärke um 80% und gegenüber der Durchschnittskapsel um ca. 97% reduziert werden.
Die grafische Darstellung (großes Bild) zeigt die magnetische und elektromagnetische Fedstärke als Gesamtbelastung. Die elektromagnetische Belastung ist im oberen Drittel vergrößert abgebildet. Diese geht bei Piezo gegen Null.
Akustisch gesehen sind beide Technologien gleichwertig und austauschbar nach Anpassung in der Elektronik. Wird der Gesundheitsaspekt mit berücksichtigt, ist das Piezo-Prinzip dem dynamischen weit überlegen.

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